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Radolfzell  <–>  Stockach  <–>  Mühlingen-Zoznegg <–> Sauldorf  <–>  Bichtlingen <–> Meßkirch  <–>  Menningen-Leitishofen  <–>  Mengen

Personenverkehr zwischen Bodensee und Donau

Von 1. Mai bis 20. Oktober 2024 fährt die Biberbahn wieder an Sonn- &  Feiertagen

Die Biberbahn fährt auf einer längst in Vergessenheit geratenen Bahnstrecke zwischen Bodensee und Donau auf der sogenannten Ablachtalbahn. Diese historische Bahnstrecke wurde im Juli 2021 reaktiviert. Nach der Winterpause fährt die Biberbahn wieder seit dem 1. Mai bis 20. Oktober 2024  an allen Sonntagen und zusätzlich an folgenden Feiertagen: 1. Mai Tag der Arbeit, 9. Mai Christi Himmelfahrt, 20. Mai Pfingstmontag, 30. Mai Fronleichnam und 3. Oktober Tag der Deutschen Einheit.

Auf der Strecke ist ein Freizeitverkehr an Sonn- und Feiertagen eingerichtet und verbindet so die Städte Radolfzell und Mengen miteinander. Haltestellen sind derzeit in Stockach, Mühlingen-Zoznegg, Sauldorf, Bichtlingen, Meßkirch, Menningen-Leitishofen und Mengen. Eine neue (alte) Verbindung von Radolfzell am Bodensee über Mengen an der Donau bis nach Ulm und Stuttgart ist somit entstanden.

Neuigkeiten und Mitteilungen zu Strecke und Zügen gibt es hier, via Facebook und Instagram!

Unser Print-Faltblatt zur Biberbahn finden Sie hier.

Sonderveranstaltungen

Führungen und Wanderungen runden das Angebot ab

Einige Sonderveranstaltungen rund um die Biberbahn bieten wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Meßkirch und den jeweiligen Einrichtungen an. Dazu zählen Eselwanderungen ebenso wie Erlebniswanderungen auf den Spuren des Bibers, aber auch Führungen die das Thema Ablachtalbahn näher bringen. Ergänzend dazu gibt es auch einige Sonderführungen in und um Meßkirch.

Die Veranstaltungsübersicht sowie Details zu begleiteten Wanderungen und Führungen, erhalten Sie durch ein Klick auf den rot unterlegten Begriff. Oder Sie melden sich mit Ihren Fragen direkt bei der Tourist-Info.

Die Biberbahn – Mit dem Biber durch drei Ländle

Die Geschichte rund um die Strecke

Die Biberbahn fährt von Radolfzell über Stockach, Meßkirch und Krauchenwies nach Mengen, heute einfach durch einen Teil Baden-Württembergs. Das war aber nicht immer so. Die Geschichte der Bahntrasse liest sich wie ein Querschnitt der deutschen Geschichte. Am 02. September 1859 beschließt eine grenzüberschreitende Gruppe von Abgeordneten aus den drei damals noch eigenständigen Staaten Baden, Württemberg und Hohenzollern, sich für den Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Ulm, dem Bodensee und dem Schwarzwald einzusetzen. Und so wird von 1865 bis 1873, ab 1871 im Deutschen Reich, die Bahnlinie gebaut. Einfach ist es nicht: Die Staatgrenzen, unterschiedliche Gremien, konkurrierende Interessen machen den Bau und den Betrieb nicht immer leicht. In der neuen Bundesrepublik fährt die Bahn bis 1952 immer noch von den badischen Städten Radolfzell, Stockach und Meßkirch über das hohenzollerische Krauchenwies bis ins württembergische Mengen. In diesem Jahr wird in einem Volksentscheid das Bundesland Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben, die Spuren der drei „Ländle“ sind aber bis heute überall gegenwärtig.

Ab 1969 wird der Bahnverkehr etappenweise stillgelegt. Seit diesem Jahr 2021 fährt sie nun wieder als Biberbahn auf der alten Trasse. Der Biber ist dabei ihr ständiger Begleiter. Feuchtgebiete, wie die Sauldorfer oder Krauchenwieser Baggerseen, bieten einen idealen Lebensraum für die geschützten Tiere. Bei der Fahrt durch das Tal der Ablach zeigen sich im Fluss die Bauten der fleißigen Arbeiter. Angenagte und umgestürzte Bäume zeigen seine Anwesenheit, auch wenn er selbst wenig zu sehen ist. Immer wieder sind die Ergebnisse seiner Aktivitäten, wie überflutete Felder und aufgestaute Bachläufe, eine Herausforderung für die Anlieger, auch die Biberbahn. Sympathischer Namensgeber der Bahn ist er Bewohner einer intakten Natur- und Kulturlandschaft, durch die die Bahn die Besucher führt.

Freizeittipps & Aktionen

Campus Galli – Karolingische Klosterstadt

Zu Besuch in einem anderen Jahrhundert

Auf der Klosterbaustelle “Campus Galli” entsteht Tag für Tag ein Stück Mittelalter: Handwerker und Ehrenamtliche schaffen mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Kloster auf Grundlage des St.Galler Klosterplans.

Es werden Holzbalken mit Äxten behauen und aus der Schmiede ertönt der klingende Ton des Amboss. Alles muss von Hand gemacht werden, alles ist mühsamer, geht langsamer als heutzutage, ist vielleicht aber auch erfüllender und befriedigender. Erleben Sie das Mittelalter hautnah!


Campus Galli, Karolingische Klosterstadt e.V
Tel.: 07575/2061423
booking@messkirch.de
www.campus-galli.de

Anbindung ab Bahnhof Meßkirch stündlich mit RegioBus Linie 600

Krauchenwieser Küste

Strandbad am Steidle See

Schon beim Betreten des Naturbades wird klar, dass es sich um eine Oase der Erholung und Entspannung handelt. Alte Baumbestände laden zum Verweilen im Schatten ein. Kinder toben sich auf dem Kinderspielplatz aus.

Ausreichend Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Anlagen sowie Kalt- und Warmwasserduschen sind vorhanden. Ein Nichtschwimmerbereich ist ebenfalls ausgewiesen.

Der wahrscheinlich längste, künstlich angelegte Sandstrand Oberschwabens lässt Adriagefühle aufkommen und begeistert Jung und Alt.


www.strandbad-krauchenwies.de

Heuneburg – Stadt Pyrene

Bedeutendste keltische Akropolis Europas
Weithin sichtbar, oberhalb der Donau gelegen, zeugen noch bis heute die mächtigen Wallanlagen und Großgrabhügel von der Bedeutung der Heuneburg. Vor 2500 Jahren, zur Zeit der frühen Kelten, lag hier ein großflächiges, dicht bebautes Siedlungszentrum: die älteste Stadt nördlich der Alpen.

Das Freilichtmuseum der Heuneburg bietet Ihnen mit seinen Rekonstruktionen einen Einblick in die Zeit der Kelten. Entdecken Sie die imposante Toranlage. Erleben Sie in den wieder aufgebauten Häusern, wie die Kelten gewohnt, gelebt und gearbeitet haben.

Keltenmuseum Heuneburg
Tel.: 07586/920821
info@heuneburg.de
www.heuneburg.de

Zu Fuß oder via Rad ab Bahnhof Mengen, ca. 8 km

Wanderungen für Groß und Klein

Z.b. mit dem Esel durch die Natur

Lassen sie sich von einer unserer begleiteten Erlebniswanderungen begeistern. In Kooperation mit dem Esel-Schaf-Hof Boll bieten wir eine besondere Form des Wanderns an – mit dem Esel entdecken Sie Meßkirch und die wunderschöne Umgebung.

Oder wie wäre es mit einer Wanderung auf den Spuren des Bibers im Ablachtal? Ein Genuss und noch dazu ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein!

Informieren Sie sich über die Wanderungen.

Führungen

Informationen und Details aus erster Hand

Die beste Möglichkeit Orte und Regionen kennen zu lernen bietet sich bei einer Führung. Entdecken Sie bei einem Stadtspaziergang das Flair vergangener Jahrhunderte, oder tauchen Sie ein in die Geschichte eines der ältesten Renaissance-Schlössern. Wandeln Sie auf den Spuren der historischen Ablachtalbahn und lassen Sie sich unterhalten von Geschichten und Schwänken aus längst vergangener Zeit.

Verschiedenste Führungen warten auf Sie, informieren Sie sich hier über die Angebote.

Sauldorfer Seenplatte

Erholen Sie sich im Naturschutzgebiet Sauldorfer Seenplatte

Ein wahrer Geheimtipp für Wanderer und Radler: In der Kieslandschaft südwestlich von Sauldorf, die verschiedene Eiszeiten im Laufe der Jahrtausende so modelliert haben, sind durch Auskiesung in den 1970er und 1980er Jahren fünf Seen entstanden. Diese haben sich zu einem wahren Paradies für Zugvögel und gefährdete Vogelarten, aber auch für Amphibien, Wasserinsekten und Kleinfischarten entwickelt.

Donautal

Der Naturpark obere Donau

Die Donau hat sich vor hunderttausenden Jahren ihren Weg durch das Tal gegraben und auf fast 1500 Quadratkilometern eine unverwechselbare Landschaft hinterlassen, die zum Staunen und Entdecken einlädt. Zahlreiche Höhlen, Burgen und Ruinen zeugen von einer Siedlungsgeschichte, die nachgewiesen bis ins fünfte Jahrhundert zurückreicht. Ob Kanu-, Rad- oder Wandertouren – das Obere Donautal wartet mit atemberaubenden Ausblicken auf und hält so manches Erlebnis bereit…

Schloss Meßkirch

Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch

Um 1557 erbaut, gilt das Schloss Meßkirch als die früheste Vierflügelanlage der Renaissance nördlich der Alpen. Die Kreisgalerie im Südflügel des Schlosses zeigt die Kunstschätze des Landkreis, im Ostflügel informiert das Martin-Heidegger-Museum über Leben und Werk des bekannten Philosophen und in der Remise stellen die Oldtimerfreunde ihre motorisierten Schätze zur Schau. Der angrenzende Hofgarten lädt zum Spazieren und Verweilen ein.

Öffnungszeiten:
Kreisgalerie und Heidegger-Museum: Ganzjährig, Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag: 14-17 Uhr, während der Sommerferien zusätzlich Montag und Mittwoch, 14-17 Uhr

Oldtimermuseum: April-Oktober, Samstag: 14-17 Uhr, Sonntag: 14-17 Uhr

Schlossführungen: ganzjährig am 2. So. im Monat, Sommerferien (Ba-Wü): jeden So. 15 Uhr


Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch
Tel.: 07575/2061422
info@messkirch.de
www.schloss-messkirch.de

Wann von wo nach wo?

Der Fahrplan

Vom 1. Mai bis 20. Oktober 2024

Die Biberbahn pendelt dreimal täglich auf der Strecke zwischen Stockach und Mengen an Sonntagen, folgenden Feiertagen: 1. Mai Tag der Arbeit, 9. Mai Christi Himmelfahrt, 20. Mai Pfingstmontag, 30. Mai Fronleichnam und 3. Oktober Tag der Deutschen Einheit.

Die Fahrzeiten passen gut an die Anschlusszüge in Stockach bzw. Radolfzell und Mengen. Bei den Umstiegen in Stockach wartet die Biberbahn auf das Seehäsle.

Hier z.B. gelangen Sie zur Reiseauskunft der DB (ggf. unter „Optionen“ -> „Verkehrsmittelwahl“ den Bus deaktivieren). Sie finden aber auch nachfolgend weitere Informationen dazu.

In Meßkirch fährt der RegioBus 600 direkt am Bahnhof Meßkirch, somit ist der direkte Anschluss zum Campus Galli und auch weiter in die Kreisstadt Sigmaringen mit einer guten Bus-Bahnverbindung gegeben. Der Anschluss kann allerdings nicht immer gewährleistet werden. Haltestellen der Biberbahn sind an den Bahnhöfen Stockach, Mühlingen-Zoznegg, Sauldorf, Bichtlingen, Meßkirch, Menningen-Leitishofen und Mengen.

Die letzte Rückfahrt nach Meßkirch ist auch mit dem Bus 7391 ab Stockach um 19:15 Uhr möglich!

Biberbahn nach Mengen [Anschlusszüge]

Überlingen ab (RB/IRE)

07:42

11:10

15:10

Radolfzell an

08:09

11:30

15:30

Konstanz ab (SBB)

08:23

11:23

15:23

Radolfzell an

08:44

11:44

15:44

Singen ab (SBB)

08:32

11:32

15:32

Radolfzell an

08:41

11:41

15:41

Radolfzell ab (Gl. 1)

08:51

11:51

15:51

Haselbrunn

08:53

11:53

15:53

Stahringen

08:58

11:58

15:58

Wahlwies

09:02

12:02

16:02

Nenzingen

09:05

12:05

16:05

Stockach NE an (Gl. 1)

09:10

12:10*

16:10*

Stockach NE ab (Gl. 2)

09:14

12:14

16:14

Mühlingen-Zoznegg**

09:24

12:24

16:24

Sauldorf**

09:36

12:36

16:36

Bichtlingen**

09:40

12:40

16:40

Meßkirch an

09:48

12:48

16:48

Meßkirch ab

09:53

12:53

16:53

Bus 600 > Campus Galli

09:52

12:52

16:52

Menningen-Leitishofen**

10:00

13:00

17:00

Mengen an (Gl. 2)

10:29

13:29

17:29

Mengen ab

10:39*

13:39*

17:39*

Ulm an

11:41

14:41

18:41

Mengen ab

10:35*

13:35*

17:35*

Sigmaringen an

10:48

13:48

17:48

Tübingen an

12:57

14:57

18:57

* Umstieg ggf. mit Gleiswechsel  ** Bedarfshalt, bitte Haltewunschtaste im Zug drücken

Biberbahn nach Stockach/Radolfzell [Anschlusszüge]

Tübingen ab

09:00

13:00

15:29

Mengen an

10:19

14:20

17:38*

Ulm ab

09:17

13:17

16:17

Mengen an

10:20

14:19

17:20

Mengen ab (Gl. 1)

10:51

14:51

17:51

Menningen-Leitishofen**

11:16

15:16

18:16

Meßkirch ab

11:26

15:26

18:26

Bus 600 > Campus Galli

11:52

15:52

18:52

Bichtlingen**

11:31

15:31

18:31

Sauldorf**

11:35

15:35

18:35

Mühlingen-Zoznegg**

11:51

15:51

18:51

Stockach NE an (Gl. 2)

12:00*

16:00*

19:00

Stockach NE ab (Gl. 1)

12:16*

16:16*

19:16

Nenzingen

12:20

16:20

19:20

Wahlwies

12:23

16:23

19:23

Stahringen

12:27

16:27

19:27

Haselbrunn

12:34

16:34

19:34

Radolfzell an (Gl. 1)

12:38*

16:38*

19:38

Radolfzell ab (SBB)

12:46

16:46

19:46

Singen an

12:56

16:56

19:56

Radolfzell ab (SBB)

12:42

16:42

19:42

Konstanz an

13:05

17:05

20:05

Radolfzell ab (RB)

12:47

16:47

19:47

Überlingen an

13:15

17:15

20:15

* Umstieg ggf. mit Gleiswechsel  ** Bedarfshalt, bitte Haltewunschtaste im Zug drücken

Lernen Sie unsere Strecke schon mal kennen

Beiträge und Bilder rund um die Biberbahn

Häufige Fragen (FAQ)

Wo gibt es bei einer Verspätung der Biberbahn aktuelle Informationen?

In der DB Navigator App gibt es immer aktuelle Informationen zur Biberbahn. Dazu einfach in der Reiseauskunft die gewünschte Fahrstrecke eingeben, die aktuellen Fahrzeiten werden dann direkt angezeigt.

 

Kann ich im Zug auch das Fahrrad mitnehmen?

Ja, die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenfrei und im Rahmen der Kapazitäten möglich. Gruppen ab 6 Personen mit Fahrrädern bitte unter kontakt@biberbahn.de anmelden, sodass unsere Zugbegleiter Bescheid wissen.

Tipp: Erfahrungsgemäß sind die Züge von Radolfzell nach Mengen um 8:51 Uhr und um 15:51 Uhr am vollsten. Daher empfiehlt es sich die anderen Züge um die Mittagszeit herum zu nehmen, um ausreichend Platz zu haben. 

Wie kann ich günstig mit der Biberbahn fahren?

Als Mitglied in unserem Förderverein Ablachtalbahn e.V. fahren Sie zwischen Stockach und Mengen die ganze Saison kostenlos mit. Das Ticket ist über den Mitgliedsbeitrag gedeckt. Es gibt sowohl Einzel- als auch Familienmitgliedschaften.

Ist das Deutschlandticket /49 € Ticket in der Biberbahn gültig?

Ja, das Deutschlandticket /49 € Ticket ist auch in der Biberbahn gültig. Mit dem Deutschlandticket sind Sie mit Bus und Bahn für 49 Euro im Monat mobil – und zwar bundesweit! Dieses können Sie hier als App herunterladen.

Gibt es eine Infobroschüre für die Hosentasche mit kompakten Informationen?

Na klar haben wir auch sowas: Schauen Sie einfach an den Haltepunkten der Biberbahn nach den Flyerboxen neben den Plakaten oder in den Touristinfos entlang der Strecke vorbei. Dort liegen unsere Flyer und unsere Radkarten aus. Wenn sie sich den Biberbahn Flyer als PDF herunterladen wollen, können Sie das gerne hier tun.

Wie geht es mit dem Stundentakt auf der Hegau-Ablachtalbahn weiter?

Nach der positiven Potentialuntersuchung des Landes Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020 und der positiven Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2023 steht nun die dritte und letzte Untersuchung an, die dann nach einem hoffentlich ebenfalls positiven Ausgang den Zuschuss in Höhe von 90 % aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes und mit der Kofinanzierung des Landes Baden-Württemberg rechnerisch sogar 95 % ermöglicht. Eine einmalige Förderquote, die es in den letzten Jahrzehnten so noch nie gegeben hat, diese Chance möchten wir unbedingt nutzen! Aktuell laufen die Prüfungen für attraktive Fahrplankonzepte für die beiden Landkreise Konstanz und Sigmaringen und für die Anliegerkommunen, die dann im Laufe des Jahres 2024 veröffentlicht werden.

Mehr dazu weiter unten zur Machbarkeitsstudie.

Wieso haben manche Ortschaften, die an der Strecke liegen, keine Haltestelle?

Jede Kommune, die sich an der Bahn und somit auch an den Kosten des Bahninfrastrukturbetriebs und des Errichten eines provisorischen Bahnsteigs beteiligt, kann einen Haltepunkt bekommen. Aktuell sind das die beiden Kommunen Sauldorf und Meßkirch, die auch Eigentümer der Bahnstrecke sind und diese als Eisenbahninfrastrukturunternehmen betreiben und die Gemeinde Mühlingen, die zum Saisonstart 2024 einen eigenen Haltepunkt bekommen hat.

Was hat es mit diesen drei „Ländle“ auf sich? Die Strecke liegt doch in Baden-Württemberg?

Also das mit den drei Ländle ist einfach erklärt, denn zum Zeitpunkt als der Bau der Bahnstrecke 1859 beschlossen wurde, führte sie durch die damals eigenständigen Staaten Baden, Württemberg und Hohenzollern. Diesen Umstand haben wir übrigens auch in unserem Logo gewürdigt, indem wir die drei ehemaligen Länderwappen aufgegriffen haben.

Wieso fährt der Zug „nur“ zwischen Stockach bzw. Radolfzell und Mengen?

Wir machen einen Schritt nach dem anderen und der Erste ist der Biberbahn Freizeitverkehr als Mittel zum Zweck. Von Radolfzell/Stockach mit dem Zug duch das Ablachtal wieder nach Mengen zu kommen, ist schon mehr, als sich viele noch vor wenigen Jahren überhaupt vorstellen konnten! Die Verbindungen enden nicht in Mengen oder Stockach bzw. Radolfzell, die Anschlüsse Richtung Konstanz, Singen und Suttgart, Ulm sind da! Dennoch ist der Ausbau hin zu einem regulären Farhbetrieb im Stundentakt angedacht. Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung ist in Arbeit, die den planmäßigen SPNV ab 2031 prüft.

Warum fährt die Biberbahn nicht ganztags die ganze Hegau-Ablachtalbahn Radolfzell-Mengen durch?

Leider ist in Stockach aktuell eine Zugkreuzung nicht möglich, da Gleis 3 nicht genutzt werden kann. Die aktuell laufende Nutzen-Kosten-Untersuchung, die der 3. und letzte Schritt nach der positiven Potentialuntersuchung 2021 und der positiven Machbarkeitsstudie 2023 ist, prüft den Stundentakt auf der Ablachtalbahn, in der auch eine Zugkreuzung ggf. in Stockach ohne Umstieg bis nach Radolfzell im Fokus steht.

Gibt es irgendwelche Ausflugsziele entlang der Strecke?

Selbstverständlich haben die einzelnen Teilregionen unserer fast 40 km langen Strecke auch einiges zu bieten. Hierzu können Sie gerne unseren Flyer und unsere Radkarte nutzen oder die Touristinfo in Meßkirch oder Stockach kontaktieren. Aber auch auf unserer Website finden sie bereits einige Anregungen, die immer wieder aktualisiert werden.

Kann ich den Zug auch als Berufspendler nutzen?

Aktuell fährt die Biberbahn nur im Saisonverkehr an Sonn- und Feiertagen. der dritte und letzte Schritt ist in Arbeit; die Nutzen-Kosten-Untersuchung, welche den Stundentakt unter der Woche untersucht und die Förderfähigkeit zu 90 % aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes und mit der Kofinanzierung des Landes Baden-Württemberg rechnerisch sogar 95% ermöglicht.

Wieso heißt diese Strecke denn Biberbahn?

Fließgewässer und Feuchtgebiete, wie die Sauldorfer oder Krauchenwieser Baggerseen, bieten einen idealen Lebensraum für die geschützten Tiere. Wenn man genau aufpasst, zeigen sich bei der Fahrt durch das Tal der Ablach im Fluss immer wieder Bauten der fleißigen Nager. Daher ist der Biber der Namensgeber des Freizeitverkehrs und der Name „Biberbahn“ eine Marke des Förderverein Ablachtalbahn e.V.

Ich würde gerne entlang der Bahnstrecke eine Unterkunft finden, was gibt es da?

Natürlich können Sie gerne hier in unserer tollen Region länger verweilen. Zu den Übernachtungsgelegenheiten möchten wir sie aber an die jeweiligen Kommunen weiterverweisen, bzw. auf deren digitales Angebot dazu: z.B. Meßkirch, Stockach

Komme ich mit dem ÖPNV denn von Meßkirch aus auch irgendwie nach Sigmaringen?

Ja, mit der neuen Busverbindung im Landkreis Sigmaringen – der Linie 600. Sie startet direkt am Bahnhof Meßkirch.

Wer ist denn für die Strecke und den Betrieb der Bahn zuständig?

Glücklicherweise haben die Stadt Meßkirch und die Gemeinde Sauldorf die Strecke Ende 2020 gekauft. Seit 1. März 2021 sind Meßkirch und Sauldorf kommunale Streckenbetreiber von Stockach bis nach Mengen. Mehr Informationen hierzu gibt es hier oder beim  Förderverein.

Ich hätte auch Spaß daran, mich bei der Biberbahn irgendwie einzubringen, was kann ich tun?

Du kannst ganz einfach direkt Mitglied in unserem Förderverein Ablachtalbahn e.V. werden, den wir 2020 gegründet haben. Hier teilen wir die ganzen Aufgaben untereinander auf. Je mehr wir sind, desto besser können wir die Arbeiten auf mehreren Schultern verteilen. Willst Du hier nähere Informationen, wirf gerne einen Blick auf die Website des Fördervereins und schreibe direkt den Vorstand per Mail an.

Kann ich einen Sonderzug mieten?

Ja, das ist grundsätzlich bei allen Unternehmen möglich, die eigene Züge besitzen und diese vermieten. Beispielsweise ist eine Anfrage bei der SWEG, bei der Schwäbische Albbahn oder bei den Eisenbahnfreunden Zollernbahn e.V.  möglich. Die widerum setzen sich mit dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen Ablachtalbahn in Verbindung, sodass eine Sonderfahrt für Ihr Fest auf den Schienen möglich wird.

Ich habe eine Frage zur Biberbahn, an wen kann ich mich wenden?

Gerne versuchen wir all Ihre Fragen zu beantworten. „Touristische“ Fragen, wie Freizeittipps, Infos zur Region, Zeiten, Preisen, Eintrittskombinationen etc. richten Sie bitte an die Tourist Info Meßkirch (07575 2061422) oder Stockach (07771 802300). Technische Fragen oder Fragen rund um den Betrieb der Bahn sowie auch Anfragen für Sonderzüge oder Güterzüge auf der Strecke an eisenbahn@messkirch.de. Fragen rund um Tickets und Fahrplan richten Sie bitte an verkehrsverbund@naldo.de (07471 930196). Allgemeine Fragen zur Biberbahn gerne an kontakt@biberbahn.de. Alle weiteren Fragen an kontakt@foerderverein-ablachtalbahn.de.

Wer bekommt die Fahrscheineinnahmen?

Die gültigen Tarife in der Biberbahn werden über die Verkehrsverbünde abgerechnet. Der Förderverein Ablachtalbahn e.V. bekommt davon keinen Anteil.

Dürfen Tiere in der Biberbahn mitfahren? Fährt ein echter Biber mit?

Es gelten auch in unserer Bahn die üblichen Regelungen, die besagen dass kleine Hunde sogar kostenfrei mitfahren dürfen. Detaillierte Infos dazu finden Sie hier.

Es kam eine Anfrage, ob denn echte Biber im Zug mitfahren würden. Dies ist nicht geplant, aber er dürfte auf jeden Fall konstenfrei mitfahren! Wir würden Sie bitten – sollte ein Biber neben Ihnen auf den einfahrenden Zug warten – dass Sie ihm beim Einstieg behilflich sind.

„Stundentakt unter der Woche“ auf der Ablachtalbahn

Im Jahr 2020 wurde anhand einer Potentialanalyse des Landes Baden-Württemberg festgestellt, dass die Ablachtalbahn ein positiv prognostiziertes Fahrgastpotential aufweist. Dieses Potential wurde nun bis Juni 2023 in einer Machbarkeitsstudie genauer untersucht.

Den Videomitschnitt  der Veröffentlichungsveranstaltung, sowie die zugehörige Präsentation finden sie hier!

Nur gemeinsam kommen wir weiter voran

Projektpartner der Biberbahn

Sie wollen sich auch bei der Biberbahn einbringen?

Unser Reaktivierungsprojekt bietet vielfältige Aufgaben. Je mehr wir sind, desto leichter fällt es uns, die unterschiedlichen Aufgaben zu stemmen. Vegetationspflege, Streckenkontrollen und Zugbegleitung, das organisieren wir als Verein im Rahmen des ehrenamtlich Möglichen.


Aber natürlich freuen wir uns auch über finanzielle Zuwendungen, Sachspenden oder anderweitige Unterstützung. Wir freuen uns über Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

© Förderverein Ablachtalbahn